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Autor: André Fehrmann

  • Wenn das Wetter die Schule lahmlegt – wie wir an der LTS entscheiden

    In den letzten Tagen haben uns viele Fragen von Eltern und Schüler:innen erreicht:

    „Findet der Unterricht statt?“,
    „Darf ich mein Kind zu Hause lassen?“
    oder
    „Warum sagt die Schule so spät Bescheid?“

    Extremwetterlagen – ob Sturm, Glätte oder starker Schneefall – sind für uns als Schule immer eine Herausforderung. In diesem Beitrag möchten wir transparent erklären, wie wir an der LTS vorgehen, welche Informationswege wir nutzen und was Sie als Eltern wissen sollten.


    Wer entscheidet eigentlich über den Schulausfall?

    Zunächst wichtig:

    Über einen generellen Schulausfall entscheidet nicht die LTS, sondern der Schulträger bzw. die zuständige Behörde (Landkreis / Region). Diese Entscheidung gilt dann für alle Schulen im Gebiet – also auch für uns.

    Sobald uns eine offizielle Meldung vorliegt, tun wir drei Dinge:

    1. Wir prüfen, welche Angebote (z. B. Notbetreuung) wir vor Ort sicherstellen können.

    2. Wir informieren so schnell wie möglich über unsere Homepage und – wenn vorhanden – weitere Kanäle der Schule (z. B. IServ, E-Mail-Verteiler).

    3. Wir geben die Informationen auch an die Kolleg:innen weiter, damit alle den gleichen Stand haben.


    Was gilt, wenn kein offizieller Schulausfall angeordnet wird?

    Manchmal ist die Lage nicht eindeutig:

    In einigen Ortsteilen sind die Straßen noch gut befahrbar, in anderen kaum. In solchen Situationen bleibt die Schule grundsätzlich geöffnet, aber:

    • Die Entscheidung, ob Ihr Kind den Weg zur Schule sicher bewältigen kann, treffen Sie als Eltern.

    • Wenn Sie entscheiden, Ihr Kind aus Sicherheitsgründen zu Hause zu lassen, informieren Sie uns bitte kurz über das übliche Entschuldigungssystem.

    • Ihr Kind gilt dann nicht als unentschuldigt, wenn die Wetterlage tatsächlich eine Gefährdung darstellt.

    Uns ist wichtig: Sicherheit geht immer vor. Kein Schulweg ist es wert, ein Risiko einzugehen.


    Unterricht, Aufgaben & Lernen zu Hause

    Wenn Unterricht ausfällt, heißt das nicht automatisch, dass gar nichts passiert. Wir versuchen – soweit möglich – den Lernfluss aufrechtzuerhalten:

    • Aufgaben können über IServ / Lernplattformen / E-Mail bereitgestellt werden.

    • Lehrkräfte informieren ihre Klassen häufig über vereinbarte Kommunikationswege (z. B. Klassenmail, Kursgruppen).

    • In manchen Fällen werden Themen im Unterricht nachgeholt, in anderen erhalten die Schüler:innen Arbeitsaufträge für zu Hause.

    Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht jede Klasse in jeder Stunde digital „ersetzt“ werden kann – gerade, wenn die Entscheidung sehr kurzfristig fällt oder nicht alle Schüler:innen zuhause Zugriff auf digitale Geräte haben.


    Wie informieren wir – und wie bleiben Sie auf dem Laufenden?

    Damit Infos schnell ankommen, nutzen wir mehrere Wege:

    • Homepage der LTS – unsere zentrale Informationsquelle bei Schulausfällen.

    • Durchsage / Aushänge in der Schule, wenn der Schulausfall z. B. nur einzelne Zeitfenster betrifft (späterer Unterrichtsbeginn, früheres Unterrichtsende).

    • IServ / E-Mail / Klassenleitungen, sofern möglich.

    • Zusätzlich informieren viele Medien (Radio, Internetportale) über flächendeckende Schulausfälle.

    Unser Tipp:

    Schauen Sie bei angekündigten Extremwetterlagen morgens zuerst auf die Startseite unserer Homepage. Sobald wir eine offizielle Information haben, wird sie dort veröffentlicht.


    Was wir aus jeder Extremwetterlage lernen

    Jede dieser Situationen ist anders – und wir lernen als Schule jedes Mal dazu:

    • Wo hat die Information gut funktioniert?

    • Wo hakte es noch?

    • Welche Klassen konnten wir gut mit Aufgaben versorgen, wo müssen wir nachjustieren?

    Unser Ziel ist, bei zukünftigen Wetterlagen noch schneller und klarer zu informieren und gleichzeitig die Belastung für Familien im Blick zu behalten.


    Zum Schluss: Danke für Ihre Unterstützung

    Wir wissen, dass Extremwetterlagen für Familien organisatorisch anstrengend sind: Arbeitswege, Kinderbetreuung, Unsicherheit am Morgen – all das kommt zusammen.

    Danke, dass Sie in diesen Situationen so flexibel mit uns zusammenarbeiten, Rückfragen stellen, uns auf Probleme hinweisen und gemeinsam mit uns Lösungen suchen.

    Wenn Sie Anregungen zum Ablauf bei zukünftigen Schulausfällen haben, melden Sie sich gern über das Sekretariat oder die Klassenleitungen.

    Ihre
    Lisa-Tetzner-Schule Barsinghausen

  • Zwischen Plänen und Prüfaufträgen – was die aktuelle Standort-Debatte für uns bedeutet

    In den letzten Tagen ist die Lisa-Tetzner-Schule mal wieder in den lokalen Schlagzeilen aufgetaucht. Verschiedene politische Akteur:innen diskutieren darüber, ob unser Schulstandort in Zukunft verlagert werden soll – genauer: ob geprüft werden soll, die LTS dauerhaft in das Gebäude der ehemaligen Bert-Brecht-Schule zu verlegen, um Sanierungskosten am Schulzentrum Am Spalterhals zu senken.

    Für viele von euch – Schüler:innen, Eltern, Kolleg:innen – fühlt sich das schnell so an, als wäre unsere Schule ein Spielball der Politik. Mit diesem Beitrag möchten wir einordnen, was aktuell passiert, was (noch) nicht entschieden ist und wofür wir als LTS in dieser Situation stehen.


    Was wird gerade diskutiert – und was ist es (noch) nicht?

    Wichtig ist uns ein klarer Punkt gleich zu Beginn:

    • Im Moment geht es um einen politischen Prüfauftrag, nicht um eine bereits beschlossene Verlagerung oder Schließung.
    • Entscheidend sind hier die städtischen Gremien und der Rat, nicht die Schule selbst. Wir werden gehört, aber wir entscheiden nicht.

    Die Stadt steht vor der Aufgabe, das Schulzentrum Am Spalterhals umfassend zu sanieren und weiterzuentwickeln. Das ist ein Großprojekt mit sehr hohen Kosten und einem langen Zeithorizont. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Szenarien durchgespielt – auch solche, die für uns als Schule sehr weitreichend wären.

    Dass solche Überlegungen verunsichern, ist völlig verständlich.


    Was bedeutet das für euren Schulalltag?

    Trotz aller Diskussionen gilt im Moment:

    • Der Unterricht findet ganz normal am bisherigen Standort statt.
    • Eure Klassen, Kurse, Prüfungen und Projekte laufen wie geplant.
    • Ganztag, Arbeitsgemeinschaften, Berufsorientierung, Fahrten und besondere Angebote – all das bleibt bestehen, solange keine anderslautigen Beschlüsse gefasst werden.

    Unser Anspruch ist klar:
    Wir sind und bleiben ein verlässlicher Lern- und Lebensort, solange wir hier am Spalterhals unterrichten. Planbarkeit für euch und eure Familien hat für uns eine hohe Bedeutung – und wir tun alles, was in unserer Verantwortung liegt, um diese zu sichern.


    Wofür wir als LTS stehen – auch in politischen Debatten

    Als Schule haben wir eine Haltung, die über Schulgebäude und Baupläne hinausgeht:

    • Wir sind eine Oberschule für alle, mit gemeinsamer Beschulung ab Klasse 5.
    • Wir stehen für gemeinsames Lernen, Inklusion und individuelle Förderung.
    • Wir bieten eine breite Palette an Schwerpunkten: von iPad-Klassen über Berufsorientierung bis zu Fahrten, Projekten und Ganztagsangeboten.

    Wenn über Standorte, Umzüge oder Neubauten diskutiert wird, bringen wir diese Perspektive ein:

    Was brauchen unsere Schüler:innen, um gut lernen zu können?

    Was hilft Familien, den Schulalltag zu organisieren?

    Wie bleibt unsere Schule als Gemeinschaft stabil, auch wenn drumherum viel in Bewegung ist?

    Dabei achten wir auf Sachlichkeit und Neutralität – wir sind keine Parteipolitik, sondern eine Schule, die für ihre Schüler:innen spricht.


    Was wir euch zusagen können

    Wir können euch heute nicht versprechen, wie jede politische Entscheidung am Ende ausfallen wird. Aber wir können euch Folgendes zusagen:

    1. Transparenz:
      Sobald es Beschlüsse gibt, die unsere Schule konkret betreffen, informieren wir euch über die offiziellen Kanäle der LTS (Homepage, Elternbriefe, Klassenleitungen).
    2. Beteiligung:
      Wir nehmen Rückmeldungen von Eltern- und Schülervertretungen ernst und geben sie – wo möglich – in die entsprechenden Gremien weiter.
    3. Fokus auf euren Alltag:
      Bei aller Aufregung um Zahlen, Pläne und Gutachten: Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht weiterhin euer Lernen, eure Entwicklung und euer Wohlbefinden in der Schule.

    Was ihr tun könnt

    • Informiert euch über offizielle Kanäle (Schule, Stadt, Elternvertretungen) und nicht nur über Kommentare in sozialen Medien.
    • Sprecht uns an, wenn ihr unsicher oder besorgt seid – Klassenleitungen, Beratungslehrkraft, Schulleitung und Beratungsteam sind ansprechbar.
    • Bringt euch über Schüler:innen- und Elternvertretung ein, wenn ihr Anliegen oder Fragen habt.

    Zum Schluss:

    Ja, es fühlt sich manchmal so an, als würde über unsere Schule geredet, statt mit uns. Umso wichtiger ist es, dass wir als Schulgemeinschaft zusammenstehen, ruhig bleiben und den Blick darauf richten, was wir beeinflussen können: einen Schulalltag, der für unsere Schüler:innen so stabil, wertschätzend und lernförderlich wie möglich ist.

    Ihre / Eure
    Lisa-Tetzner-Schule Barsinghausen

  • Digitalisierung an der LTS – was sich im Unterricht wirklich verändert

    „Alle haben jetzt Tablets – und nun?“

    Diese Frage hören wir von Eltern und Schüler:innen immer wieder. Gleichzeitig wird in Medien und Politik viel über Digitalisierung an Schulen diskutiert: Chancen, Risiken, Ausstattung, Datenschutz.

    Mit diesem Beitrag möchten wir zeigen, was Digitalisierung an der Lisa-Tetzner-Schule konkret bedeutet, wie sich der Unterricht verändert – und was Eltern dazu wissen sollten.

    Was heißt Digitalisierung bei uns überhaupt?

    Digitalisierung an der LTS bedeutet nicht, dass der Unterricht nur noch vor Bildschirmen stattfindet.
    Für uns heißt Digitalisierung:

    • analoge und digitale Methoden sinnvoll zu verbinden,
    • Medienkompetenz Schritt für Schritt aufzubauen,
    • Schüler:innen auf eine Arbeitswelt vorzubereiten, in der digitale Werkzeuge selbstverständlich sind.

    Dazu nutzen wir unter anderem:

    • iPads als schulische Arbeitsgeräte ab den höheren Jahrgängen (schrittweise früherer Einsatz),
    • ein zentrales MDM-System (jamf School),
    • Apple TV, Activeboards und weitere Präsentationstechnik in den Klassenräumen,
    • digitale Werkzeuge für Recherche, Präsentation, Kollaboration und Übung.

    Was ändert sich im Unterricht wirklich?

    Digitalisierung ist bei uns kein Selbstzweck, sondern soll den Unterricht besser machen. Einige Beispiele:

    • Im Fach Deutsch werden Texte nicht nur gelesen, sondern auch gemeinsam digital bearbeitet – zum Beispiel mit Markierungen, Kommentaren oder eigenen Audioaufnahmen.
    • Im Fach Englisch kann Aussprache mit Hilfe von Hörbeispielen, Sprachaufnahmen und Videoformaten geübt werden – Schüler:innen hören sich selbst und verbessern sich gezielt.
    • In den Naturwissenschaften helfen Apps, Experimente zu dokumentieren, Messwerte zu erfassen und Ergebnisse anschaulich auszuwerten.
    • In GPE (Geschichte/Politik/Erdkunde) ermöglicht der Einsatz von Tablets, Quellen zu recherchieren, Kartenmaterial zu vergleichen oder kleine Erklärvideos zu erstellen.
    • In Hauswirtschaft oder Technik können Rezepte, Bauanleitungen oder Sicherheitshinweise schnell bereitgestellt und mit Fotos oder Videos dokumentiert werden.

    Wichtig ist uns: Die Geräte ersetzen keine Lehrkraft – sie sind Werkzeuge, mit denen wir anders arbeiten können: individueller, anschaulicher und teilweise auch selbstständiger.

    Schutz, Struktur und Medienkompetenz – nicht alles läuft „einfach so“

    Ein häufiges Elternanliegen lautet:
    „Was ist mit Ablenkung, Spielen, Social Media?“

    Dazu drei klare Punkte:

    1. MDM-Verwaltung

    Die schuleigenen iPads sind über ein MDM-System verwaltet. Das bedeutet:

    • Apps für den Schulalltag werden zentral installiert.
    • Es gibt klare Vorgaben, welche Anwendungen im Unterricht genutzt werden.
    • Eine eigene Apple-ID ist für die schulische Nutzung nicht zwingend notwendig.

    2. Regeln im Unterricht

    Wie jedes andere Arbeitsmittel haben auch digitale Geräte klare Einsatzregeln:

    • Wenn das iPad zu ist, ist es zu.
    • Wenn die Lehrkraft eine Aufgabe stellt, steht diese im Vordergrund – nicht eine andere App.
    • Störungen und Missbrauch werden wie andere Regelverstöße auch thematisiert.

    3. Medienkompetenz als Lernziel

    Geräte nur „zu verbieten“ ist keine langfristige Lösung. Wir möchten, dass Schüler:innen lernen:

    • Informationen im Internet zu bewerten,
    • Quellen zu hinterfragen,
    • respektvoll zu kommunizieren,
    • Grenzen zu erkennen – auch ihre eigenen.

    Digitalisierung heißt also bei uns: Technik plus Haltung plus Regeln.

    Was bedeutet das für Eltern?

    Für Eltern stellen sich oft sehr praktische Fragen:

    • „Muss ich technisch alles verstehen?“
    • „Wie kann ich zu Hause unterstützen – ohne IT-Expert:in zu sein?“
    • „Was ist, wenn Geräte kaputtgehen oder nicht funktionieren?“

    Unsere Haltung dazu:

    • Sie müssen keine Technikprofis sein. Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Kind im Gespräch bleiben:
      • Wie nutzt du dein Gerät?
      • Was klappt gut, wo hakt es?
      • Fühlst du dich überfordert oder unter Druck?
    • Sie dürfen uns jederzeit ansprechen – Klassenleitungen, Fachlehrkräfte, Beratungslehrkraft oder Schulleitung unterstützen bei Fragen rund um Organisation und Nutzung.
    • Wenn es technische Probleme gibt, suchen wir gemeinsam nach Lösungen – im Rahmen der schulischen Möglichkeiten.

    Warum wir Digitalisierung trotz aller Diskussionen wichtig finden

    Unsere Schüler:innen wachsen in einer Welt auf, in der:

    • Bewerbungen online geschrieben und verschickt werden,
    • Informationssuche nahezu immer digital startet,
    • Berufe fast überall digitale Komponenten haben – von der Pflege bis zur Industrie.

    Wir möchten, dass unsere Schüler:innen:

    • Werkzeuge bedienen können,
    • kritisch denken, statt alles zu glauben, was im Netz steht,
    • selbstbewusst auftreten, wenn sie präsentieren, dokumentieren oder im Team arbeiten.

    Digitalisierung an der LTS ist deshalb kein kurzfristiger Trend, sondern ein wichtiger Baustein dafür, dass unsere Schüler:innen gut vorbereitet in ihre Zukunft starten.

    Und wie geht es weiter?

    Digitalisierung ist kein fertiges Projekt, sondern ein Prozess. Wir:

    • evaluieren regelmäßig, wie der iPad-Einsatz funktioniert,
    • passen Unterricht und Materialien an,
    • bilden uns als Kollegium weiter und tauschen Erfahrungen aus,
    • bleiben mit Eltern- und Schülervertretungen im Gespräch.

    Wenn Sie als Eltern Anregungen, Sorgen oder Fragen haben – kommen Sie gern auf uns zu.
    Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass aus „Digitalisierung“ nicht nur ein Schlagwort, sondern ein erlebbarer Mehrwert im Schulalltag wird.

    Ihre
    Lisa-Tetzner-Schule Barsinghausen