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Zwischen Plänen und Prüfaufträgen – was die aktuelle Standort-Debatte für uns bedeutet

In den letzten Tagen ist die Lisa-Tetzner-Schule mal wieder in den lokalen Schlagzeilen aufgetaucht. Verschiedene politische Akteur:innen diskutieren darüber, ob unser Schulstandort in Zukunft verlagert werden soll – genauer: ob geprüft werden soll, die LTS dauerhaft in das Gebäude der ehemaligen Bert-Brecht-Schule zu verlegen, um Sanierungskosten am Schulzentrum Am Spalterhals zu senken.

Für viele von euch – Schüler:innen, Eltern, Kolleg:innen – fühlt sich das schnell so an, als wäre unsere Schule ein Spielball der Politik. Mit diesem Beitrag möchten wir einordnen, was aktuell passiert, was (noch) nicht entschieden ist und wofür wir als LTS in dieser Situation stehen.


Was wird gerade diskutiert – und was ist es (noch) nicht?

Wichtig ist uns ein klarer Punkt gleich zu Beginn:

  • Im Moment geht es um einen politischen Prüfauftrag, nicht um eine bereits beschlossene Verlagerung oder Schließung.
  • Entscheidend sind hier die städtischen Gremien und der Rat, nicht die Schule selbst. Wir werden gehört, aber wir entscheiden nicht.

Die Stadt steht vor der Aufgabe, das Schulzentrum Am Spalterhals umfassend zu sanieren und weiterzuentwickeln. Das ist ein Großprojekt mit sehr hohen Kosten und einem langen Zeithorizont. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Szenarien durchgespielt – auch solche, die für uns als Schule sehr weitreichend wären.

Dass solche Überlegungen verunsichern, ist völlig verständlich.


Was bedeutet das für euren Schulalltag?

Trotz aller Diskussionen gilt im Moment:

  • Der Unterricht findet ganz normal am bisherigen Standort statt.
  • Eure Klassen, Kurse, Prüfungen und Projekte laufen wie geplant.
  • Ganztag, Arbeitsgemeinschaften, Berufsorientierung, Fahrten und besondere Angebote – all das bleibt bestehen, solange keine anderslautigen Beschlüsse gefasst werden.

Unser Anspruch ist klar:
Wir sind und bleiben ein verlässlicher Lern- und Lebensort, solange wir hier am Spalterhals unterrichten. Planbarkeit für euch und eure Familien hat für uns eine hohe Bedeutung – und wir tun alles, was in unserer Verantwortung liegt, um diese zu sichern.


Wofür wir als LTS stehen – auch in politischen Debatten

Als Schule haben wir eine Haltung, die über Schulgebäude und Baupläne hinausgeht:

  • Wir sind eine Oberschule für alle, mit gemeinsamer Beschulung ab Klasse 5.
  • Wir stehen für gemeinsames Lernen, Inklusion und individuelle Förderung.
  • Wir bieten eine breite Palette an Schwerpunkten: von iPad-Klassen über Berufsorientierung bis zu Fahrten, Projekten und Ganztagsangeboten.

Wenn über Standorte, Umzüge oder Neubauten diskutiert wird, bringen wir diese Perspektive ein:

Was brauchen unsere Schüler:innen, um gut lernen zu können?

Was hilft Familien, den Schulalltag zu organisieren?

Wie bleibt unsere Schule als Gemeinschaft stabil, auch wenn drumherum viel in Bewegung ist?

Dabei achten wir auf Sachlichkeit und Neutralität – wir sind keine Parteipolitik, sondern eine Schule, die für ihre Schüler:innen spricht.


Was wir euch zusagen können

Wir können euch heute nicht versprechen, wie jede politische Entscheidung am Ende ausfallen wird. Aber wir können euch Folgendes zusagen:

  1. Transparenz:
    Sobald es Beschlüsse gibt, die unsere Schule konkret betreffen, informieren wir euch über die offiziellen Kanäle der LTS (Homepage, Elternbriefe, Klassenleitungen).
  2. Beteiligung:
    Wir nehmen Rückmeldungen von Eltern- und Schülervertretungen ernst und geben sie – wo möglich – in die entsprechenden Gremien weiter.
  3. Fokus auf euren Alltag:
    Bei aller Aufregung um Zahlen, Pläne und Gutachten: Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht weiterhin euer Lernen, eure Entwicklung und euer Wohlbefinden in der Schule.

Was ihr tun könnt

  • Informiert euch über offizielle Kanäle (Schule, Stadt, Elternvertretungen) und nicht nur über Kommentare in sozialen Medien.
  • Sprecht uns an, wenn ihr unsicher oder besorgt seid – Klassenleitungen, Beratungslehrkraft, Schulleitung und Beratungsteam sind ansprechbar.
  • Bringt euch über Schüler:innen- und Elternvertretung ein, wenn ihr Anliegen oder Fragen habt.

Zum Schluss:

Ja, es fühlt sich manchmal so an, als würde über unsere Schule geredet, statt mit uns. Umso wichtiger ist es, dass wir als Schulgemeinschaft zusammenstehen, ruhig bleiben und den Blick darauf richten, was wir beeinflussen können: einen Schulalltag, der für unsere Schüler:innen so stabil, wertschätzend und lernförderlich wie möglich ist.

Ihre / Eure
Lisa-Tetzner-Schule Barsinghausen